Programmübersicht
Wer so ernste, schwere Themen, so gekonnt und eindringlich interpretiert, gehört zu den großen Ausnahmen im Musikgeschäft (Deutschlandradio)
Die Bremer Gruppe Grenzgänger hat bisher fünf Programme zur deutschen Geschichte erarbeitet, immer mit viel Witz, und Spielfreude und deutlichem Bezug zum aktuellen Geschehen: Die vierfache Auszeichnung mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik zeugt von dem hohen Niveau ihrer künstlerischen Arbeit:
Ein Konzert mit Liedern und Geschichten vom Leben auf der Straße, verschlossenen Türen und dem Hunger nach einem besseren Leben. Fängt die Freiheit wirklich erst an, wenn man nichts mehr zu verlieren hat? "Etwas Besseres als den Tod finden wir überall", sagten Esel, Hund, Katze und Hahn und stürmten durch die Fensterscheibe, um die Räuberbande zu verjagen! Die Grenzgänger mischen Lieder aus dem Rinnstein von Anfang des 19. Jahrhunderts, Schuberts Winterreise, uralte und neue Bettel- und Bänkellieder zu einer mitreißenden Musik zwischen Brahms, Blues & Boogie, Tom Waits und Bob Marley.
Scheinbar mühelos, facettenreich, virtuos..... Vier ausgezeichnete Musiker an Akkordeon, Gitarre, Cello, Geige oder Mandoline rissen das Publikum mit. Erst nach drei Zugaben entließ es die Gruppe von der Bühne. (Weser-Kurier, 28. 1. 2009)
Mehr Infos
Preis der deutschen Schallplattenkritik
Beginnend bei den mehr als sechs Millionen deutschen Auswanderern nach Amerika und endend im wiedervereinigten Deutschland, nehmen die Grenzgänger ihr Publikum mit auf eine gleichermaßen unterhaltsame wie hintergründige Zeitreise durch die deutsche Geschichte. Da hausen deutsche Auswanderer mitten in New York in einem völlig überfüllten Kellerloch, ernähren sich von Abfällen und schicken ihre Kinder zum Betteln auf die Straße. Ein (deutscher) Asylant wird Innenminister (in Amerika) und der eigene Urgroßvater zum "Wirtschaftsflüchtling". Tango, Jazz, Blues und viele andere Musikstile entstehen durch die Vermischung der Kulturen.
Eine ganz vergnügliche Geschichtsstunde war es, und gewürzt dazu mit viel musikalischem Pfeffer und Paprika. Musikalische Paradestücke leisteten die Musiker, wenn sie mit Quietschen auf den Gitarrensaiten das Knarren der Schiffsbalken oder mit brillantem Spiel auf Geige, Mundharmonika, Akkordeon und Gitarre eine ausgelassene Fahrt auf der Eisenbahn imitierten. Kleinkunst ganz groß! (Die Rheinpfalz)
Mehr Infos
Preis der deutschen Schallplattenkritik
Das Musikprogramm zur Deutschen Wiedervereinigung schlechthin: Eine grandiose und unterhaltsame Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte! Vom Bau der Mauer bis zu den blühenden Landschaften, eine Collage ausschließlich aus Texten von Hoffmann von Fallersleben, dem Autor von "Deutschland Deutschland über alles" und einer der populärsten Stimmen der Revolution von 1848.
Die Grenzgänger begeisterten mit ihrer Interpretation der "Unpolitischen Lieder" und garstigen Gesänge des Germanistik-Professors August Heinrich Hoffmann (1798 - 1874), der sich nach seinem Geburtsort von Fallersleben nannte. Die Grenzgänger meisterten ein ungewöhnliches Arrangement aus Kabarett und Musik. Sie zauberten Unverwechselbares von bisweilen träumerischer Eleganz. Starker Beifall. (Nordseezeitung)
Mehr Infos
Preis der deutschen Schallplattenkritik
Die Grenzgänger singen und spielen und Geschichten aus dem Widerstand gegen eine unmenschliche Diktatur, von mutigen Menschen in den Konzentrationslagern und Gefängnissen des dritten Reichs, deren Worte und Melodien wie Sterne aus der finstersten Zeit unserer Geschichte heraus strahlen. 6 Titel hatten die Grenzgänger für die mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnete 3CD-Box „O bittere Zeit“ eingespielt und daraus dieses Programm entwickelt.
Ihre weit in den Niederungen unserer Gesellschaft verwurzelte Liedkunst macht die großen Züge der Geschichte aus der Sicht vieler einzelner Erzähler verständlicher. Historiker haben keine Lieder geschrieben - es waren stets Betroffene und Kämpfer in in eigener Sache. Das Publikum dankte den Musikern mit großem Beifall. (Syker Kreiszeitung)
Mehr Infos
Preis der deutschen Schallplattenkritik
Die Grenzgänger, mehrfach preisgekrönte Lied-Avantgardisten aus Bremen, haben sich für ihr aktuelles Programm mit dem Duisburger Ruhrpott – Urgestein Frank Baier zusammengetan. Sie spielen Lieder und Texte aus der
"größten Aufstandsbewegung, die es in Deutschland seit den Bauernkriegen des 16. Jahrhunderts gegeben hat", dem nahezu völlig vergessenen Volksaufstand im Frühjahr 1920 im Anschluß an den Kapp-Putsch. 19 Lieder, ca.70 Minuten Spielzeit, dazu ein 68(!)-seitiges Booklet mit vielen Fotos, Hintergrundinformationen und allen Texten.
Einer der berührendsten Momente des Abends war Baiers Rezitation eines Stückes aus der Feder von Johannes Leschinsky. Dieser war zum Zeitpunkt des Ruhrkrieges gerade 17 Jahre alt und verarbeitete seine Eindrücke der Revolution in Liedern und Texten, die er später an Baier überlieferte. Nach der mit minimaler Akkordeonbegleitung unterlegten und von Baiers leicht an Tom Waits erinnernde Reibeisenstimme intonierten Ballade über die Hinrichtung eines Rotgardisten durch ein fragwürdiges Militärgericht wagte niemand, zu applaudieren. (Die Norddeutsche)
Mehr Infos
|