Es wäre nicht schlecht für unser PISA geschütteltes Schulsystem würde "1920 - Lieder der Märzrevolution" den oft drögen Geschichtsunterricht wenigsten etwas erhellen können..
Die Grenzgänger sind so etwas wie die Trüffelschweine der deutschen Liedermacher. Das Trio um den Bremer Musiker Michael Zachcial findet immer wieder abseits aller ausgetretenen Pfade politische Lieder, die in der Bearbeitung dieser Gruppe ein ganz neues Gesicht bekommen. Die Auswanderung, die garstigen Gesänge des Hoffmann von Fallersleben und eine vergessene Revolution vor gut acht Jahrzehnten im Ruhrpott waren bislang Themen ihrer abendfüllenden Programme.
Die Lieder der Märzrevolution von 1920 stehen jetzt im Mittelpunkt eines Konzerts der Grenzgänger, das am Freitag, 2. September, ab 20 Uhr in der Kirche St. Stephani am Randes des Faulenquartiers stattfindet.Michael Zachcial und seine Mit-Grenzgänger Jörg Fröse und Arne Wagnerhaben sich an diesem Abend das Ruhrpott-Urgestein Frank Baier eingeladen, der über ein schier unerschöpfliches Archiv zum Aufstand in den zwanziger Jahren verfügt und mit ihnen auch die CD "März 1920" aufgenommen hat. Gemeinsam haben Baier und die Grenzgänger altes Liedgut aufgearbeitet und das Programm mit Songs von Rio Reiser und Texten von Erich Mühsam, Kurt Tucholsky oder Oskar Kanehl angereichert. Das alles ist wie immer bei den Grenzgängern mit viel Witz und Spielfreude angerichtet und zu einem "runden" Programm arrangiert worden.
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Die Grenzgänger
Michael Zachcial
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