Die Grenzgänger | Die Musiker | Programme | CDs | Tagebuch | Konzerte | Bilder | Videos | Download


Vier ausgezeichnete Musiker an Akkordeon, Gitarre, Cello, Geige oder Mandoline rissen das Publikum mit. Erst nach drei Zugaben entließ es die Gruppe von der Bühne.

Weser-Kurier, 28.1.2009
Pressestimmen

Charismatisches Duo

Montag, 28. Januar 2008, in: Pressestimmen

Pressestimmen

Anlässlich des gestrigen Holocaust-Gedenktags gastierten „Die Grenzgänger" in der Barrier Wassermühle

 BARRIEN • Nicht ganz sorgenfrei war Mühlenwirtin Christiane Palm vor dem Konzert am Freitag. „Bei politischen  Veranstaltungen", gab sie zu, „zittern wir immer ein wenig, ob wir genügend Leute anlocken können." Die Sorge erwies sich als unnötig. Die Tische rund um Bühne und Mühlrad waren gut besetzt, als „Die Grenzgänger" auftraten. Tatsächlich stand alles andere als leichte Kost auf dem Programm. Das Programm „Edelweiß, und weiße Rose" spielte das Duo aus Bremen und Emden aus Anlass des gestrigen Holocaust-Gedenktags: ein Thema so groß, daß es eigentlich nirgends richtig aufgehoben ist, das alles in Frage stellt, dem nichts gemäß werden kann.

Umso spannender geriet die Aufbereitung von Michael Zachcial (Gesang, Gitarre,
Rezitation) und Jörg Fröse [Gitarren, Concertina, Violine). Bei ihren ersten Liedern wirkte zunächst alles irgendwie sehr retro - „Die Grenzgänger" pflegen ein Genre, das so mancher eigentlich für längst sanft entschlafen halten mag. Das Arbeiterlied, das bekenntnishafte Gewerkschafts-Bardentum, war eigentlich die soziale Kunstform des späten 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit Hannes Wader und Kollegen lebt es im kleineren Rahmen bis heute weiter. Seine Breitenwirkung hat es aber längst verloren. Was man,   wenn  man   „den „Grenzgängern" zuhört, bedauern darf. Denn ihre weit in den Niederungen unserer Gesellschaft     verwurzelte Liedkunst macht die großen Züge der Geschichte aus der Sicht vieler einzelner Erzähler verständlicher. Historiker haben keine Lieder geschrieben - es waren stets Betroffene und Kämpfer in eigener Sache.

Wer wußte zum Beispiel, daß Hoffmann von Fallersleben nicht nur „Deutschland, Deutschland   über   alles" dichtete? Sondern auch pazifistische Lieder wie „Hirsch und Hase will ich jagen, keiner soll mein Feind sonst .sein?" Wer kennt heute noch die Hintergründe des 1920er-Putsches („Willst du gar nicht wissen, wie Menschenwölfe Menschenschafe rissen")? 

Mit zahllosen Liedern und Gedichten beleuchteten. Zachcial und Fröse das politische Schicksal und Werden dieses Landes. Dem Nationalsozialismus war, dem Anlaß entsprechend, ein besonderer Schwerpunkt gewidmet. Lieder aus Konzentrationslagern („Im Walde
von Sachsenhausen", „Dicht bei Hamburg liegt ein Lager" oder natürlich „Die Moorsoldaten") brachten wiederum die andere, persönliche Sicht auf die Geschichte, die man in den Büchern nur selten findet. Musikalisch bewegte sich das charismatische Duo. dabei auf breitem Raum. Vom einfach geklampften Arbeiterlied bis zur sanft gesäuselten Ballade, vom kräftig-sozialistischen   Erweckungslied bis zum „Deutschen Tango Links, zwo, drei vier" war alles dabei.

Das Publikum dankte den Musikern mit großem Beifall. Daß es den Zuhörern gefallen hatte, war schon vorher zu merken. Einige der bekannteren  Liedern,  etwa „Dem Morgenrot entgegen", hatten manche schon mit strahlenden      Gesichtern mitgesummt.

Boris Hellmers in der Syker Kreiszeitung, 28.1.2008


Mehr Pressestimmen zu Lagerlieder 1933-45:

Charismatisches Duo | mehr Pressestimmen |


Zuletzt:

 Zachcial macht die Gitarre zur Waffe  
 Lied-Text-Collage über Hoffmann von Fallersleben  
 Leidenschaftlich und perfekt  



Alle Programme der Grengänger

Die Schiffe nach Amerika (Emigrantenlieder) - Deutschland Deutschland (Hoffmann von Fallersleben) - Lieder der Märzrevolution 1920 (Kapp-Putsch) - Von Edelweiß bis weißer Rose (Lieder aus Widerstand und den Konzentrationslagern) - Bettlerbankett -

Rundbrief

Sie möchten über Konzerttermine und neue CDs informiert werden? Tragen Sie sich hier für unseren Rundbrief ein:


Interesse an einer Veranstaltung?

Seit über 20 Jahren sind wir im In- und Ausland unterwegs – in kleinen Clubs ebenso wie auf großen Festivals, auf Straßen und Plätzen, in Theatern und Bürgerhäusern.

Wenn Sie Interesse an einer Veranstal- tung mit uns haben, schreiben Sie uns einfach eine mail oder rufen an.

Gerne spielen wir unsere Lied-Kabarett-Programme auch in Schulen

Die Grenzgänger
Michael Zachcial
Langemarckstr. 319
28199 Bremen
0421-16 69 11 54

Kontakt | impressum | Gästebuch | Links