| Musik erzählt Geschichte: Die Märzrevolution von 1920 stand im Mittelpunkt des Konzerts der Grenzgänger mit Frank Baier: Riesenbeifall und Bravo-Rufe. WAZ |
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Mittwoch, 01. März 2006
Vom Kapp-Putsch 1920, der Märzrevolution der Arbeiterinnenklasse und der blutigen Repression des Militärs und der Freikorps erzählt die Gruppe Grenzgänger & Frank Baier in ihren Liedern auf der neuen CD "1920" - Lieder der Märzrevolution.
Es war der 13. März 1920, als eine Clique von Militärs, Freikorps und reaktionären Politikern unter Führung des ostpreußischen Geheimrats Wolfgang Kapp gegen die Regierung putschte Er setzte in Berlin die sozialdemokratische Regierung ohne Widerstand ab. Gestützt auf dein Terror von Militär und Freikorps wurde eine Militärdiktatur errichtet. Es waren diejenigen, die ihre vorübergehende Niederlage durch die Novemberrevolution 1919 nicht vergessen konnten. Es waren die gleichen Truppen, die die Revolution und die Münchner Räterepublik im Blut erstickten.
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Freitag, 24. Februar 2006 Fragen Sie einmal einen Abiturienten, was er über den Kapp-Putsch weiß oder über deutsche Revolutionen im zwanzigsten Jahrhundert. Sie werden ihr blaues Wunder erleben. PISA findet nicht in den Köpfen der Schüler statt, sondern in den Lehrplänen der Gymnasien. Da ist kompensatorische Erziehung vonnöten. Und sie muss auch formal nicht ausfallen wie der Geschichtsunterricht in der Schule.
Frank Baier, in Duisburg daheim, hat sich schon seit Jahren um die unterdrückte Geschichte der Region gekümmert, um die Kultur der Bergarbeiter, um das verschwiegene proletarische Erbe, das auch jenen nichts mehr gilt, die sich einst stolz als Interessenvertretung der Arbeiter präsentiert haben, den Sozialdemokraten. Jetzt hat er zusammen mit der Gruppe Grenzgänger eine bemerkenswerte CD vorgelegt, die in Liedern und Texten die Geschichte des Jahres 1920 im Ruhrgebiet, die Geschichte von Kapp-Putsch und Märzrevolution erzählt. Das ist ein pures intellektuelles und ästhetisches Vergnügen, lehrreich und unterhaltsam zugleich.
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Freitag, 24. Februar 2006 Beim Festival Musik und Politik: Lieder der Märzrevolution 1920
Mit der Zeit verblassen die Spuren, Geschichte erlischt. Ein langes Menschenleben ist es her, dass aus dem Generalstreik gegen den Kapp-Putsch ein Arbeiteraufstand erwuchs, der auf Befehl der wiederhergestellten sozialdemokratischen Regierung blutig niedergeschlagen wurde. Was wissen wir heute über diese Revolution, die im März 1920 besonders im rheinisch-westfälischen Industriegebiet aufflammte, was über die »Rote Ruhr-Armee« und die Hintergründe ihrer Vernichtung? Geschichtsbücher berichten wenig über das Kämpfen, Leiden und Sterben der beteiligten Menschen. Und Lieder, die diese Menschen sangen? Die kennen wir nicht. Das zu ändern, haben sich die Musiker Frank Baier, Michael Zachcial und dessen Band Grenzgänger auf die roten Fahnen geschrieben. Bereits 1980 traf der Duisburger Volkssänger Baier den Zeitzeugen Johannes Leschinsky, der ihm von der Revolution erzählte – und vorsang. In jungen Jahren hatte der Bergmann und Arbeiterdichter seine Erlebnisse in Texte gegossen, die auf bekannte Melodien gesungen wurden. Die Tonbänder, die Baier vor 25 Jahren aufnahm, sind ein Grundstein der jetzt erschienenen CD »1920 – Lieder der Märzrevolution«. Auf dem Festival Musik und Politik, das dieser Tage in Berlin läuft, wird die außergewöhnliche Platte präsentiert.
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Dienstag, 21. Februar 2006 Von Null gleich auf Platz 6 der Liederbestenliste im März 2006 ist der "März Rap 1920" von der CD "1920 - Lieder der Märzrevolution", die die Grenzgänger gemeinsam mit Frank Baier eingespielt haben. Die Liederbestenliste wird von 20 Juroren aus Deutschland, Schweiz, Österreich und Begien zusammengestellt und ist unter anderem auf folgenden Sendern zu hören: Bayerischer Rundfunk (Bayern2Radio), Belgischer Rundfunk Eupen, MDR Figaro, RAI Bozen, Schweizer Radio DRS 1, Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, SR2 Kulturradio, WDR 4 und Deutsche Welle.
Die Liederbestenliste vom März 2006 ist hier nachzulesen:
http://www.chanson.de/chanson-49.html
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Mittwoch, 31. August 2005 Konzertankündigung im Weser-Kurier
Die Grenzgänger sind so etwas wie die Trüffelschweine der deutschen Liedermacher. Das Trio um den Bremer Musiker Michael Zachcial findet immer wieder abseits aller ausgetretenen Pfade politische Lieder, die in der Bearbeitung dieser Gruppe ein ganz neues Gesicht bekommen. Die Auswanderung, die garstigen Gesänge des Hoffmann von Fallersleben und eine vergessene Revolution vor gut acht Jahrzehnten im Ruhrpott waren bislang Themen ihrer abendfüllenden Programme.
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