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Die Kunst der Grenzgänger sprengte bei weitem den Rahmen dessen, was man sonst so von Kulturfördervereinen geboten bekommt. Kleinkunst war das nicht mehr, das war schon größte Kunst.

Schleswig-Holsteinische Landeszeitung
Pressestimmen

Die Grenzgänger: Pressestimmen

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Klingende Geschichtsstunde

Dienstag, 27. März 2007

Der Homberger Liedermacher Frank Baier und die „Grenzgänger“ sangen über die Märzrevolution 1920.

(RP) „Nach Ägypten wär‘s nicht so weit. Aber bis man zum Südbahnhof kommt.“ Karl Kraus lässt grüßen. An die großen Menschen der Geschichte und die großen Schurken erinnern wir uns leicht. Bis zu Cäsar und Cleopatra wär‘s nicht so weit. Aber bis man bis zum März 1920 kommt. Am 13. März beorderte der rechtsradikale General Walther Freiherr von Lüttwitz die Brigade Ehrhardt nach Berlin, die das Regierungsviertel besetzte. Die Reichsregierung floh. Wolfgang Kapp ernannte sich zum Kanzler. Gewerkschaften und Arbeiterparteien riefen zum Generalstreik auf. Der Putsch scheiterte kläglich. Am 17. März trat Kapp zurück. Im Ruhrgebiet ging der Generalstreik in eine sozialistische Aufstandsbewegung über. Die „Rote Ruhr-Armee“ wurde mit Billigung der neuen Regierung im April 1920 niedergeworfen. Die Zahl der Toten, 1000 oder mehr, ist nicht bekannt.


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Viel Spaß - mit einem Grummeln in der Magengrube

Donnerstag, 22. März 2007

„zakk": Frank Baiers helle Geschichtsstunde

Da geht es tief in den Schacht der Vergangenheit, zu Eisen und Erz, zum kochenden Pott, schwarz wird es und rot vor Blut. Da sterben Rotgardisten in Massen, da findet die Arbeiterfrau in der Lohntüte gerade genug für Pacht, Kohle, Kartoffeln und Brot, da liegen die Worte Bonzen, Rache und Blut nah beieinander. Wenn das nicht Lieder aus den Jahren um 1920 wären, wäre es nur eine düstere Geschichtsstunde über Kapp-Putsch und März-Revolution.


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Rap und Balladen zum Arbeiteraufstand

Montag, 19. März 2007

Musik erzählt Geschichte: Die Märzrevolution von 1920 stand im Mittelpunkt des Konzerts, das "Die Grenzgänger" und Liedermacher Frank Baier im Alten Rathaus gaben. Riesenbeifall und Bravo-Rufe

"Es zog ein Rotgardist hinaus", "Wir sind der Pöbel", "Die Toten an die Lebendigen": In einem Feuerwerk aus Skiffle und Folk, Rap und Balladen ließen die "Grenzgänger" aus Bremen und der Duisburger Liedermacher Frank Baier am Freitagabend im Alten Rathaus den Arbeiteraufstand vom Frühjahr 1920 musikalisch neu aufleben. Von arroganten Bonzen und gefallenen Soldaten, von gebrochenen Idealen und grausamen Morden handeln die politischen Texte und Kampflieder - und doch gelingt es den vier Künstlern, das Publikum bei Laune zu halten. Mit Anekdoten und humorvollen Bemerkungen, vor allem aber mit höchst abwechslungsreichen musikalischen Färbungen sorgen sie immer wieder für Überraschungseffekte. Dabei stellen sie eindrucksvoll die Vielfältigkeit einfacher Zupf- und Saiteninstrumente wie Geige und Kontrabass, Banjo und Mandoline unter Beweis.


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Davon erzählt kein dickes Buch

Freitag, 19. Januar 2007

Lieder der Märzrevolution 1920 mit der Gruppe „Grenzgänger" und dem Ruhrpott-Urgestein Frank Baier

Eine in Deutschlands Kleinkunstszene einmalige Bilanz können die Bremer Folk-Avantgardisten „Grenzgänger" vorlegen: Drei CDs haben sie veröffentlicht, dreimal erhielten sie dafür den Preis der Deutschen Schallplattenkritik; im Mai für ihr Album „1920 - Lieder der Märzrevolution". Zuvor waren ihre Werke von der renommierten Liederbestenliste, einer Art „Hitparade" der deutschsprachigen Liedermacher, die allmonatlich von einer 20-köpfigen Jury aus der Schweiz, Österreich, Belgien und Deutschland zusammengestellt wird, jeweils zur CD des Monats gekürt worden.


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Die Grenzgänger & Frank Baier: März 1920

Montag, 15. Januar 2007

März 1920: Kapp-Putsch, ein rechtsradikaler Klüngel will die junge Weimarer Republik beseitigen, die sozialdemokratische Regierung flieht, die Arbeiter generalstreiken, der Militärputsch bricht zusammen, die Regierung kehrt zurück und schickt die Reichswehr gegen den andauernden Arbeiteraufstand im Ruhrgebiet. O-Ton eines Freikorpssoldaten: "Pardon gibt es überhaupt nicht. Selbst die Verwundeten erschießen wir noch. Alles, was uns in die Hände kommt, wird mit dem Gewehrkolben zuerst abgefertigt und dann noch eine Kugel. Wir haben auch zehn Rote-Kreuz-Schwestern erschossen. Wie diese geweint und gebetet haben. Gegen die Franzosen waren wir im Felde viel edler."


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