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Musik erzählt Geschichte: Die Märzrevolution von 1920 stand im Mittelpunkt des Konzerts der Grenzgänger mit Frank Baier: Riesenbeifall und Bravo-Rufe.

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Pressestimmen

Die Grenzgänger: Pressestimmen

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Viel Spaß - mit einem Grummeln in der Magengrube

Donnerstag, 22. März 2007

„zakk": Frank Baiers helle Geschichtsstunde

Da geht es tief in den Schacht der Vergangenheit, zu Eisen und Erz, zum kochenden Pott, schwarz wird es und rot vor Blut. Da sterben Rotgardisten in Massen, da findet die Arbeiterfrau in der Lohntüte gerade genug für Pacht, Kohle, Kartoffeln und Brot, da liegen die Worte Bonzen, Rache und Blut nah beieinander. Wenn das nicht Lieder aus den Jahren um 1920 wären, wäre es nur eine düstere Geschichtsstunde über Kapp-Putsch und März-Revolution.


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Rap und Balladen zum Arbeiteraufstand

Montag, 19. März 2007

Musik erzählt Geschichte: Die Märzrevolution von 1920 stand im Mittelpunkt des Konzerts, das "Die Grenzgänger" und Liedermacher Frank Baier im Alten Rathaus gaben. Riesenbeifall und Bravo-Rufe

"Es zog ein Rotgardist hinaus", "Wir sind der Pöbel", "Die Toten an die Lebendigen": In einem Feuerwerk aus Skiffle und Folk, Rap und Balladen ließen die "Grenzgänger" aus Bremen und der Duisburger Liedermacher Frank Baier am Freitagabend im Alten Rathaus den Arbeiteraufstand vom Frühjahr 1920 musikalisch neu aufleben. Von arroganten Bonzen und gefallenen Soldaten, von gebrochenen Idealen und grausamen Morden handeln die politischen Texte und Kampflieder - und doch gelingt es den vier Künstlern, das Publikum bei Laune zu halten. Mit Anekdoten und humorvollen Bemerkungen, vor allem aber mit höchst abwechslungsreichen musikalischen Färbungen sorgen sie immer wieder für Überraschungseffekte. Dabei stellen sie eindrucksvoll die Vielfältigkeit einfacher Zupf- und Saiteninstrumente wie Geige und Kontrabass, Banjo und Mandoline unter Beweis.


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Davon erzählt kein dickes Buch

Freitag, 19. Januar 2007

Lieder der Märzrevolution 1920 mit der Gruppe „Grenzgänger" und dem Ruhrpott-Urgestein Frank Baier

Eine in Deutschlands Kleinkunstszene einmalige Bilanz können die Bremer Folk-Avantgardisten „Grenzgänger" vorlegen: Drei CDs haben sie veröffentlicht, dreimal erhielten sie dafür den Preis der Deutschen Schallplattenkritik; im Mai für ihr Album „1920 - Lieder der Märzrevolution". Zuvor waren ihre Werke von der renommierten Liederbestenliste, einer Art „Hitparade" der deutschsprachigen Liedermacher, die allmonatlich von einer 20-köpfigen Jury aus der Schweiz, Österreich, Belgien und Deutschland zusammengestellt wird, jeweils zur CD des Monats gekürt worden.


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Die Grenzgänger & Frank Baier: März 1920

Montag, 15. Januar 2007

März 1920: Kapp-Putsch, ein rechtsradikaler Klüngel will die junge Weimarer Republik beseitigen, die sozialdemokratische Regierung flieht, die Arbeiter generalstreiken, der Militärputsch bricht zusammen, die Regierung kehrt zurück und schickt die Reichswehr gegen den andauernden Arbeiteraufstand im Ruhrgebiet. O-Ton eines Freikorpssoldaten: "Pardon gibt es überhaupt nicht. Selbst die Verwundeten erschießen wir noch. Alles, was uns in die Hände kommt, wird mit dem Gewehrkolben zuerst abgefertigt und dann noch eine Kugel. Wir haben auch zehn Rote-Kreuz-Schwestern erschossen. Wie diese geweint und gebetet haben. Gegen die Franzosen waren wir im Felde viel edler."


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Lieder der Märzrevolution

Donnerstag, 04. Januar 2007

Seit 1979 hat Frank Baier aus Duisburg Geschichten über die Märzunruhen 1920 im Ruhrgebiet gesammelt und archiviert. Daraus ist eine viel beachtete CD entstanden.

VON ACHIM BERTENBURG UND GABRIELE KRAFFT NIEDERRHEIN Passagen einer Erinnerung: Ein alter Mann holt tief Atem – er hat den Staub (Staublunge, Staub-Einatmungskrankheit). Mit trotzdem kräftiger Stimme sagt er: „Und jetzt kommen wir auf den Kapp-Putsch. Ich war damals 17 Jahre, 1920, und ich hab‘ die ganze Zeit erlebt. Ich hab‘ die Lkw gesehen, die mit den Arbeitern nach Wesel runter fuhren. Und da waren auch verschiedene Frauen und Mädchen drauf. Das waren die Krankenschwestern, die mit an die Front gingen. Und ich hab‘ zugesehen. . .“ Dann singt Johannes „Hannek“ Leschinsky: „ . . . davon erzählt kein dickes Buch, was sich am Lippeschloss (in Wesel) zutrug. . .“


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